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Sedrun - Las Vegas der Alpen - es fehlt ein Gesamtkonzept

Eine 800 m hoher Vertikallift ist für die neue Gotthardbahn zuwenig - es fehlt das touristische Gesamtkonzept von Zürich bis Mailand.

Entweder sind es offen laute Eisenbahnstrecken, die die Anrainer in Schrecken versetzt oder es sind lange Tunnelstrecken, in denene sich der Fahrgast nicht wohlfühlen kann.

Mischverkehrsstrecken, Eisenbahntechnologien mit Rad - Schienen-systemen (mit Lokomtiven) sind leider überholt.

Entlang der Strecke sind kaum touristische Akzente vorhanden - die Schweizer Nebenbahnen sind immer noch die Highlights von Gesamtkonzepten, die ich mit großem Respekt betrachte.

    Der Ansatz mitten im Gotthardbasistunnel eine Umsteigestation für einen Personenlift für die darüberliegnden Tourismusort zu schaffen ist im Prinzip gut- es fehlt jedoch ein touristisches Gesamtkonzept von Zürich bis Mailand. Neben den offenen Bahnstrecken, kann sich nichts mehr touristisches, etwas besonderes Entwickeln. Der zunehmende Güterverkehr entlang dieser Strecke "pflügt" das Wohlbefinden "nieder"

      Der Gotthard Basistunnel der "noch" längste Eisenbahntunnel der Welt. Er hat eine Länge von 57 km und wird im Mischbetrieb gefahren, Schnelle Personenzüge mit 250 km/h und langsame Langzüge für Güter sind vorgesehen. Der langsame Zug muß immer den schnellen Zug ausweichen - die Kapazitäten an der Strecke werden für diesen riesigen finanziellen Aufwand erheblich abgemindert.

        Vom Gotthardtunnel sollte man sehr schnell und ohne mehrfaches Umsteigen direkt nach Sedrun gelangen. Die bisherigen System funktionieren nicht - die Station Sedrun wird nicht in diesem Ausmaß angenommen werden !

          Hier sieht man das Konzept des Porta Talpina- über der Eisenbahnstation Sedrun gelangt man über einen vertikalen Lift in den Zugangsstollen nach Sedrun. Auf die andere Seite steigt ein Entlüftungsstollen schräg nach oben.

            Welche Logistiker waren hier am Werk ?
            Wartezeiten und Fahrzeit über eine Stunde und mehr könnte es dauern, bis ich von der Gotthard Bahn "Nothaltestelle" endlich im Zentrum von Sedrun ankomme.
            Die Bahnsteige liegen mit je 400 m an den Basistunnelröhren. Die Perrons (Bahnsteige) haben eine maximale Tiefe von 2,44 m, wo alle anderen Züge "vorbeidonnern". Ich muß in die acht - je Richtungsseite - schmalen Warteröhren hinflüchten - kann dann auf Aufruf einen Zugang zu den Liftschächte zu Fuß (400 bis 800m) oder mit einem Fahrzeug ? erreichen.

            Die ca. 800 m hohen vertikalen Lifte haben ein Fassungsvermögen von ca. 80 Personen, die mich in 7m / sec - ca. 140 sec. ohne Vezögerungszeit hinaufbringen. Oben im Quertunnel angekommen, muß ich in ein Fahrzeug umsteigen, das mich aus dem 1000 m langen Zugangstollen hinausbringt und weiter an diversen Zwischenhaltestellen vorbei, bis ich in das Zentrum von Sedunangekommen bin.

              Hier sieht man die Problematik nochmals deutlich. Auf der Mischverkehrsstrecke bleibt ein Peronenzug ohne Ausweiche (ca. 20 Waggons) in den Basisröhren des Gotthardtunnels stehen. Auf der schmalen Bahnsteigen (Perrons) in einer Breite von 2,44 m muß ich mich in eine Wartehalle "flüchten" um dann zu dem Vertikallift zu gelangen, der mich 800 m hinaufbringt. Hier muß ich wieder umsteigen, der mich mit einem Bus über den ebenen Tunnel hinausführt und weiter über die offenen Straßen nach Sedrun bringt. Es fehlt die Erwartungshaltung - es fehlt der "Aha" Effekt.

              Dieses Verkehrskonzept dauert für den Besucher viel zu lange - es ist zu Mühsam und zu Nervenaufreibend - es wird nicht angenommen werden. Der Aufwand stimmt mit den hohen Erwartungen, dem Aha Erlebnis nicht überein. Die Rückfahrt ist ebenso langwierig - darüberhinaus an einen Fahrplan der Gotthardstrecke gebunden - der mich wider in "Stress" versetzt.

                Es gibt Alternativen - es muß sich rechnen. In unserer Entwicklungsabteilung liegen fertige Konzepte auf.
                Michael Prachensky - 2006
                michael@prachensky.com

                  Sedrun, war einmal eine unberührte Landschaft. Natur Pur. Ich träume von diesen Landschaften - indem ich meine Jugend verbracht habe.

                    Heute ist es eine riesige Baulandschaft geworden - wie es viele Goldgräbe Tourismusorte von Spanien bis in die Türkei geworden sind. Es muß ein Umdenken erfolgen.

                    Das Seekonzept in Sedrun ist ein erster Start in eine andere Art von Landschaft. Auch Golfplätze verhindern Baugebiete neu "anzueißen". Die Baugebiete sind einzuschränken ! Es wird dennoch eine "künstliche Landschaft, ein Las Vegas der Alpen werden"

                      Die Bauweisen sind, so denke ich überholt - junge menschen wollen Neues, High Tech Anlagen und nicht mehr in "aufgeblasenen Bauernhäuser" ihre Zeit verbringen. Es gibt moderne Architektur, mit ortsgebundenen Materialien, mit Wohlfühlatmosphäre - warum nicht - schmeißt sie hinaus den erfundenen Kitsch der Dekorateure.

                        In unberührter Landschaft würde ich anders Vorgehen - Bauen nur mit den Materialeien, die vor Ort sind. Altes Handwerk mit neuem Gesaltungsdenken, Landwirtschaft nur für den Eigenbedarf betreuen.

                        Keine Schilifte, keine Parkplätze, alternative Sportarten, die man zu Fuß betreiben kann (wie Wandern, Langlauf, Touren, etc.

                        Ich möchte jedoch mit der Welt vernetzt sein - Es werden sich neue Berufe entwickeln, die in der Natur und in der Technik ihren Platz haben -
                        Laptop-, Handy-, Zeichen-, Denk- und Heimarbeitsplätze - ich bin nicht mehr an einen Ort gebunden.

                        Ich will eine Natur- Pur - Landschaft geniesen - ich möchte mich wohlfühlen. Dazu benötige ich Räume, Materialien, Trinkwasser, Quellen, Landschaft etc.

                        eine neue Denkweise.

                          Raumentwicklungskonzepte und Besucherlenkungskonzepte helfen geordnete Strukturen zu entwickeln. Der Raum Entwicklungsansatz PREGO und das Raumkonzept Gotthard sind die ersten Ansätze.

                          Es muß ein Gesamtkkonzept entlang der gesamten Gotthardstrecke von Zürich nach Mailand und von Zermatt nach St. Moritz erfolgen, sonst machen all diese Überlegungen keinen Sinn.

                          michael@prachensky.com

                            Seit 1995 wird an dem Konzept Nationalpark Stilfser Joch gearbeitet - Der Talpino Tower ist das Symbol der gesamten Strecke
                            Raumkonzept Gotthard- Kanton Graibünden - Bau, Verkehr und Forstdepartement
                            Kurzfassung - Problematik der Erschließung
                            Die technische Problematik im Detail
                            Sedrun-das Tor zur Alpenwelt - scheitert wahrscheilich an der Erschließungslogistik
                            PREGO - Projekt Raum - Regional Entwicklungsprojekt Gotthard
                            offizielle Einsprüche gegen das Porta Talpino Projekt - April 2007
                            Porta Alpina - Resultate aus der Machbarkeitsstudie
                            Talpino Öko Trans - die umweltfreundliche Alpenquerung: München - Mailand - Genua


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