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Kaiser Maximilian Lampretensee auf dem Seefeld - heutiger WildseeDer Wildsee wird im Tiroler Naturschutzkataster als Naturdenkmal (Moorsee) geführt.
Die Lamprete wurde von Kaiser Maximilian am Seefelder Lampretensee (Wildsee) gezüchtet. In folgeden berühmten Jagd - und Fischereibüchern von Kaiser Maximilian niedergeschrieben:
Die ursprüngliche Bezeichnung der Lamprete (Bachneunauge) war seinerzeit ein ausgezeichneter Speisefisch und wurde mit den anderen Fischen mittels Holzfässer in die Hofburg nach Innsbruck gekarrt. Aus diversen Dokumenten lässt sich in das "Trentino" für die Herkunft der Lampreten ableiten. Die Fischzucht unter Kaiser Maximilian war eine Hochblüte der Fischbewirtschaftung.
Die Neunaugen, deren Entwicklung rund 400 bis 500 Millionen Jahren zurückreicht, gehören zur ältesten, noch lebenden Wirbeltierklasse der Erdgeschichte. Streng genommen zählen sie nicht zu den Fischen, sondern zu den so genannten Rundmäulern. Aufgrund von Schutzmaßnahmen haben sich die Neunaugenbestände in unseren heimischen Gewässern in den vergangenen Jahren allmählich erholt. Keine neuen Stau-Wasserkraftanlagen in Fließgewässer *
Ebenso wurde er für das Fischen von Huchens mittels des Lampretenzopfes im Inn verwendet. (Huchenzopf)
Aus dem Fischereibuch von Kaiser Maximilian:
Die Fischgewässer von Kaiser Maximilian waren geordnet - geregelt und nieder geschrieben.
Bereits 1967 reichte der Fischereiverein dieses Renaturierungskonzept für den "Wasserpreis" des Landes Tirol ein. Durch weitere Bearbeitung wurden die Problematik deutlich und es erfolgten verschiedene Teilprojekte. Die Gemeinde hatte einen eigenen "Finanzierungstopf" für die Seesanierung bereitgestellt - wo ist er wohl geblieben ?
Das ursprüngliche Gesamtkonzept Loba und Wildsee wurde nur zum Teil umgesetzt.
Wie aus dem Katasterplan 1856 ersichtlich war die Loba der natürliche Filter zum Wildsee. Durch bauliche Maßnahmen wurde dieser Filter dermaßen eingeengt, dass die Verschlammung des Wildsees nicht mehr aufzuhalten ist
Der Versuch das Seggenfeld ein bisschen unter Wasser setzen war ein Erfolg... die Flächenvernässung des gesamten Seggenfeldes muss gewährleistet bleiben....
es trocknet jedoch immer mehr aus- es muss eine Umsetzung erfolgen. Der Römerweg zwischen Golfakademie und Seggenfeld gehört als Damm erhöht, damit ein Staubereich mit durchgehender Wasserdurchnässung erhalten bleibt.
Der Wildsee verschlammt zunehmend - aus einem Moorsee mit Boden Wasserpflanzen ist ein reiner Kalksee entstanden. Dies wurde durch Menschenhand verursacht- eine Renaturierung ist notwendig- am Besten eignet sich eine Boden Schlammsaug-Pumpe. Wo und wie das Material Zwischengelagert wird, wird derzeit geprüft. Eine Weiterleitung in eine Senke mit den flexiblen Stahlrohren wird überprüft. Es sind keine LKW Fahrten notwendig.
Das Aussaug- Konzept mit den Angeboten liegt fix und fertig in der Gemeinde auf. Wo ein Wille, da ein Weg- es kann nicht mehr auf die Naturschutzbehörde die Schuldzuweisung erfolgen.
Die Verantwortliche sollen unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen setzen- die Verschlammung des Wildsees schreitet weiter voran. Es wäre tragisch für die gesamte Region, wenn "Seefeld" auf "Seefehlt" umgetauft werden müsste. Auch die Renaturierung das Ablaßsees beim Seekirchl sollte endlich erfolgen. Ich sehe nicht ein, warum der alte Eislaufplatz als Zulaufloipe nur für ein Sportgeschäft dienen soll- ein größerer See sollte es werden- das Wahrzeichen von Seefeld, das "Seekirchl" sollte seinem Namen endlich gerecht werden. Die intern Umfrage hat ergeben, dass die Bevölkerung primär für den Seekirchlsee ist. Die Klimaerwärmung zeigt uns den Weg einer Jahresauslastung .....
Auf Grund des Winters 2005-2006 wurde die Problematik sichtbar - tausende Fische sind erstickt - die Eisdecke setzte sich auf den ebenen, niederen Schlammgrund des nördlichen Seeteiles - die Fische zogen in den restlichen tieferen teil des Sees und erstickte trotzdem, weil dieser Restsee zu klein geworden ist.
Dem Wildsee werden die zugeschütteten Flächen zurückgegeben. Diese ungenützte saure Wiese könnte und sollte wieder See werden - zwischen beiden Wasserflächen geht man über die neuen Holzstege auf Pfählen der Seepromenade entlang, was ein besonderes Erlebnis wird. (Bild - Hochwasser 2005)
Die ungenützte Feuchtwiese kann besser als Biotop genutzt werden. Der Spazierweg zwischen dem Wildsee und dem neuem Biotop soll als ökologischer Pfahlbauweg errichtet werden.
Im Gegensatz zu Meer- und Flussneunauge ist das Bachneunauge (Lampetra planeri) das einzige stationär lebende Rundmaul in unserem Alpenraum. Es besiedelt klare Bäche und kleine Flüsse in der Forellen- und Äschenregion. Die meiste Zeit seines Lebens verbringt es im Larvenstadium (Querder), das drei bis vier Jahre dauert. Während dieser Zeit lebt der Querder im Schlamm verborgen. Nur das Maul ragt etwas ins strömende Wasser um Schwebeteilchen, von denen sich der Querder ernährt, aus dem Wasser filtrieren zu können.
Die Urforelle, eine authochthone Bachforelle aus der Zeit von Kaiser Maximilian (Gossenköllesee) wird in Thaur wieder gezüchtet. Die importierte Regenbogenforelle sollte wieder verdrängt werden.
Das vorgeschrieben jährliche "Fische setzen" im Frühjahr ist immer ein Erlebnis. Der Fischbesatz für die Seefelder Fischgewässer wird mit Fachleuten abgestimmt. Ziel ist es, eine natürliche Ausgewogenheit zu finden- die Sanierung das Wildsees ist ein sinnvolles Projekt für die Öffentlichkeit. Link zur Sanierung der Loba *
Die Kinder aus der Volksschule Maria-Hilf aus Innsbruck beim Biologieunterricht vor Ort (2011). Krebse und Fische- ein eindrucksvolles Erlebnis in der Fischerhütte am Wildsee.
Impressionen Wildsee
Wildsee- Spiegelung vom Reither Moor aus.
Der Steg des alten Bootshauses
Links die Schleuse- rechts das alte Bootshaus - große Teile des Sees wurden zugeschüttet (6163 m2)
Die Wächter des Seefelder Wildsees: Der Fischereiverein "Kaiser Maximilian" mit all seinen acht Mitgliedern bei der Bootstaufe des ersten "Fischerschiffleins" durch den Pfarrer Egon Pfeifer, der Bootspapatin Hannelore Seyrling und dem Präsidenten Michael Prachensky. Weiterführung zur Krebspopulation im Wildsee-Seebach * |