Home-Leistungsbild
Projektordner
Portrait-Lebenslauf
Aktuelles-News
Presse
Kunst & Architektur
Kunst & Art
Partnerschaften
Die Künstlerfamilie
Links
Kontakt-Atelier-Karte

Atelier für Innovation,
Architektur und Kunst
Panoramaweg 560
A-6100 Seefeld
Handy: +436643084512
Skype: prachensky-tel
www.prachensky.com
email: michael@prachensky.com

Kaiser Maximilian Lampretensee auf dem Seefeld - heutiger Wildsee

Der Wildsee wird im Tiroler Naturschutzkataster als Naturdenkmal (Moorsee) geführt.

Die Lamprete wurde von Kaiser Maximilian am Seefelder Lampretensee (Wildsee) gezüchtet. In folgeden berühmten Jagd - und Fischereibüchern von Kaiser Maximilian niedergeschrieben:
-Abenteuer des Theuderdank 1510
-Weißkunig 1516
- Aus dem Fischereibuch- mit Bilder von Jörg Kölderer
- Tiroler Jagdbuch 1504
- Österreichisches Jagdbuch 15015-
- Geheime Jagdbuch
- Gärtnerey, Falknerey, Jägerey, Kellerey
- Tiroler Fischereibuch 1567

    Die ursprüngliche Bezeichnung der Lamprete (Bachneunauge) war seinerzeit ein ausgezeichneter Speisefisch und wurde mit den anderen Fischen mittels Holzfässer in die Hofburg nach Innsbruck gekarrt. Aus diversen Dokumenten lässt sich in das "Trentino" für die Herkunft der Lampreten ableiten. Die Fischzucht unter Kaiser Maximilian war eine Hochblüte der Fischbewirtschaftung.

    Mit der Wahl des "Neunauges" zum Fisch des Jahres 2012 soll aber auch darauf hingewiesen werden, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um den Fortbestand zu sichern.

      bach-neunauge

      Die Neunaugen, deren Entwicklung rund 400 bis 500 Millionen Jahren zurückreicht, gehören zur ältesten, noch lebenden Wirbeltierklasse der Erdgeschichte. Streng genommen zählen sie nicht zu den „Fischen“, sondern zu den so genannten Rundmäulern. Aufgrund von Schutzmaßnahmen haben sich die Neunaugenbestände in unseren heimischen Gewässern in den vergangenen Jahren allmählich erholt.
      In Tirol gibt es im Berich des Inns (Kufstein) noch das Bachneunauge, da sich langsam wieder erholt. Im 19. Jahrhundert waren Neunaugen in unseren heimischen Gewässern noch sehr häufig und weit verbreitet. Sie wurden durch die Fischerei genutzt und waren als Nahrungsmittel des Menschen bis ins 20. Jahrhundert beliebt. Durch Verschmutzung und Verbau der Gewässer sind sie stark zurückgegangen. Wo durch Regulierungen keine sandigen Sedimentbänke mehr vorkommen, oder durch Aufstau kiesige Laichplätze verloren gegangen sind und Sandbänke von Schlamm überdeckt werden, verschwinden auch die Neunaugen. Hindernisse wie Querverbauungen können sie nicht überwinden und auch so manche Fischaufstiegshilfen nicht passieren.

      Sollte der Ausbau von Wasserkraftwerken und Querbauwerken vorangetrieben werden, ist zu befürchten, dass sich der mancherorts inzwischen wieder gebesserte Erhaltungszustand der Neunaugen wieder verschlechtern könnte.

        Keine neuen Stau-Wasserkraftanlagen in Fließgewässer *

        Ebenso wurde er für das Fischen von Huchens mittels des Lampretenzopfes im Inn verwendet. (Huchenzopf)

          Aus dem Fischereibuch von Kaiser Maximilian:
          Lampreten See auf dem Seefeld
          "Der obgenannte See hat sich die Römisch-Königliche Majestaät allein für die Besetzung und Halterung von Lampreten vorbehalten, damit ein Landesfürst ein besonderes Vergnügen an den Lampreten haben möge"

            Die Fischgewässer von Kaiser Maximilian waren geordnet - geregelt und nieder geschrieben.

            Der große Wunsch des Präsidenten des Fischereivereins "Kaiser Maximilian Seefeld" ist die Wiedereinsetzung des ehemaligen "Bachneunauges" in den Lampretensee (heutiger Wildsee) und der "Kaiser Maximilianforelle" in den Ablaßsee (zukünftiger Seekirchl- bzw. Kaiser Maximilian See)

              Bereits 1967 reichte der Fischereiverein dieses Renaturierungskonzept für den "Wasserpreis" des Landes Tirol ein. Durch weitere Bearbeitung wurden die Problematik deutlich und es erfolgten verschiedene Teilprojekte. Die Gemeinde hatte einen eigenen "Finanzierungstopf" für die Seesanierung bereitgestellt - wo ist er wohl geblieben ?

                Das ursprüngliche Gesamtkonzept Loba und Wildsee wurde nur zum Teil umgesetzt.

                  Wie aus dem Katasterplan 1856 ersichtlich war die Loba der natürliche Filter zum Wildsee. Durch bauliche Maßnahmen wurde dieser Filter dermaßen eingeengt, dass die Verschlammung des Wildsees nicht mehr aufzuhalten ist

                  • Laufende Aufkofferung der Innsbrucker Straße in diesem Moorbereich
                  • Bau der Karwwendelbahn 1906 - Auskofferung der Gleisanlagen
                  • Aufschüttung der Loba als Mülldeponie- eine Zeitpombe im Tiroler Müllkataster - dieses muss gelößt werden.
                  • 1956 neuerliche Auskofferung der Landesstraße auf die erforderliche Tiefe über 30 Meter.
                  • Die Sedimente werden nur ein bißchen durch den Neubau der Loba I verhindert. Es fehlt die Renaturierung der alten Loba II und das das Seggenfeld.

                  Der Versuch das Seggenfeld ein bisschen unter Wasser setzen war ein Erfolg... die Flächenvernässung des gesamten Seggenfeldes muss gewährleistet bleiben....

                    es trocknet jedoch immer mehr aus- es muss eine Umsetzung erfolgen. Der Römerweg zwischen Golfakademie und Seggenfeld gehört als Damm erhöht, damit ein Staubereich mit durchgehender Wasserdurchnässung erhalten bleibt.

                      Der Wildsee verschlammt zunehmend - aus einem Moorsee mit Boden Wasserpflanzen ist ein reiner Kalksee entstanden. Dies wurde durch Menschenhand verursacht- eine Renaturierung ist notwendig- am Besten eignet sich eine Boden Schlammsaug-Pumpe. Wo und wie das Material Zwischengelagert wird, wird derzeit geprüft. Eine Weiterleitung in eine Senke mit den flexiblen Stahlrohren wird überprüft. Es sind keine LKW Fahrten notwendig.
                      A Im Bereich des Seeauslaufes beim Weer
                      B Im Bereich der Felder in Richtung Süden.
                      C Im Bereich des Bauhofes Reith und Abtransport
                      D Im Bereich der Eisenbahn - im Bereich Übergang Golfplatz

                      Das Absaugen ist innerhalb von 8 Wochen erledigt - die Rahmenbedingungen rundherum sind notwendige "Kopfarbeit" mit den Experten (Naturschutz, Tourismus, Gemeinde, Bevölkerung, Technik). Unser Fischereimitglied Sepp Kneisl hat sich als Umweltreferent politisch dafür enorm eingesetzt.

                        Das Aussaug- Konzept mit den Angeboten liegt fix und fertig in der Gemeinde auf. Wo ein Wille, da ein Weg- es kann nicht mehr auf die Naturschutzbehörde die Schuldzuweisung erfolgen.

                          Die Verantwortliche sollen unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen setzen- die Verschlammung des Wildsees schreitet weiter voran. Es wäre tragisch für die gesamte Region, wenn "Seefeld" auf "Seefehlt" umgetauft werden müsste. Auch die Renaturierung das Ablaßsees beim Seekirchl sollte endlich erfolgen. Ich sehe nicht ein, warum der alte Eislaufplatz als Zulaufloipe nur für ein Sportgeschäft dienen soll- ein größerer See sollte es werden- das Wahrzeichen von Seefeld, das "Seekirchl" sollte seinem Namen endlich gerecht werden. Die intern Umfrage hat ergeben, dass die Bevölkerung primär für den Seekirchlsee ist. Die Klimaerwärmung zeigt uns den Weg einer Jahresauslastung .....

                            Auf Grund des Winters 2005-2006 wurde die Problematik sichtbar - tausende Fische sind erstickt - die Eisdecke setzte sich auf den ebenen, niederen Schlammgrund des nördlichen Seeteiles - die Fische zogen in den restlichen tieferen teil des Sees und erstickte trotzdem, weil dieser Restsee zu klein geworden ist.

                            Folgende Maßnahmen sind notwendig, um dieser, durch menschliche Eingriff zustande gekommen Problematik, zu entkommen:
                            1 - Fertigstellung der Sedimentbecken Loba 1,2 und 3
                            2 - Aussaugen einer Rinne, eines tiefere gelegenen Teiles des Sees, im niederen, zugeschlammten Teil.
                            3- Rückführung der im Laufe der Jahrhundert zugeschüttenden Seeflächen von 6163 m2 -Ausgleich einer Erweiterung zwischen Landesstraße und See.
                            4- Entfernen der Monokultur Fichtenbäume rund um den Wildsee - der Mischwald war der ursprüngliche Wald- Seefelder Birken und Lärchen ergeben ein wesentlich freundlicheres, sonnigeres Landschaftsbild um den See.
                            5 - Ausgewogener natürlicher Fischbesatz für den Wildsee. Der große Wunsch des Obmanns des Fischereivereins Kaiser Maximilian ist der Ausbau der "Krebspopulation" und das "Wiedereinsetzens" der "Lampreten" in Zusammenarbeit mit Experten und der UNI Innsbruck- Limnologie. Beide Tiere sind im berühmten Fischereibuch von Kaiser Maximilian aufgezeichnet und beschrieben.

                              Dem Wildsee werden die zugeschütteten Flächen zurückgegeben. Diese ungenützte saure Wiese könnte und sollte wieder See werden - zwischen beiden Wasserflächen geht man über die neuen Holzstege auf Pfählen der Seepromenade entlang, was ein besonderes Erlebnis wird. (Bild - Hochwasser 2005)

                                Die ungenützte Feuchtwiese kann besser als Biotop genutzt werden. Der Spazierweg zwischen dem Wildsee und dem neuem Biotop soll als ökologischer Pfahlbauweg errichtet werden.

                                Die importierten Zuchtforelle sollten durch heimische Fische wieder verdrängt werden. Dazu werden durchgehende Gewässer ohne Wehr gefordert. Mit den neuen Nano-Brick-Stromspeicher lässt sich dies problemlos erwirken.

                                • Seesaibling - goltvorhen
                                • Hecht - hechten
                                • Karpfen - kerpfen
                                • Bachneunauge - lampreten
                                • Nase - nasen
                                • Barbe - parm
                                • Barsch - persing
                                • Pfrille - phrillen
                                • Brachsen - präxen
                                • Seesaibling - selbling
                                • Bachforelle - vorhen

                                Im Gegensatz zu Meer- und Flussneunauge ist das Bachneunauge (Lampetra planeri) das einzige stationär lebende Rundmaul in unserem Alpenraum. Es besiedelt klare Bäche und kleine Flüsse in der Forellen- und Äschenregion. Die meiste Zeit seines Lebens verbringt es im Larvenstadium (Querder), das drei bis vier Jahre dauert. Während dieser Zeit lebt der Querder im Schlamm verborgen. Nur das Maul ragt etwas ins strömende Wasser um Schwebeteilchen, von denen sich der Querder ernährt, aus dem Wasser filtrieren zu können.

                                Im 3. oder 4. Herbst bildet sich der Querder in das erwachsene Bachneunauge um. Der Körperbau dieses adulten Stadiums ist vor allen Dingen für die Fortpflanzung ausgerichtet. Der Verdauungstrakt ist stark zurück gebildet und funktionslos. Eine Nahrungsaufnahme findet nicht statt.
                                Zum Ablaichen wandert das Bachneunauge (Fische - keine Aale) im Frühjahr bachaufwärts in den See. An günstigen Laichplätzen schlagen sie in kleinen Rudeln von - 12 Tieren Laichgruben, in denen die Eier abgelegt werden. Nach der Eiablage sterben die Elterntiere ab. Die nach einigen Tagen schlüpfenden Larven suchen dann ruhigere Bachbereiche auf um sich dort einzugraben. Die Bachneunaugen sind besonders geschützt- sie leben nur in sauberstem Wasser.

                                  Die Urforelle, eine authochthone Bachforelle aus der Zeit von Kaiser Maximilian (Gossenköllesee) wird in Thaur wieder gezüchtet. Die importierte Regenbogenforelle sollte wieder verdrängt werden.

                                    Das vorgeschrieben jährliche "Fische setzen" im Frühjahr ist immer ein Erlebnis. Der Fischbesatz für die Seefelder Fischgewässer wird mit Fachleuten abgestimmt. Ziel ist es, eine natürliche Ausgewogenheit zu finden- die Sanierung das Wildsees ist ein sinnvolles Projekt für die Öffentlichkeit.

                                      Link zur Sanierung der Loba *
                                      Link zum Ablaßsee - Seekirchl *
                                      Link zur Krebszucht im Wehrbereich des Wildsees*

                                      Die Kinder aus der Volksschule Maria-Hilf aus Innsbruck beim Biologieunterricht vor Ort (2011). Krebse und Fische- ein eindrucksvolles Erlebnis in der Fischerhütte am Wildsee.

                                        Impressionen Wildsee

                                          Wildsee- Spiegelung vom Reither Moor aus.

                                            Der Steg des alten Bootshauses

                                              Links die Schleuse- rechts das alte Bootshaus - große Teile des Sees wurden zugeschüttet (6163 m2)

                                                Die Wächter des Seefelder Wildsees: Der Fischereiverein "Kaiser Maximilian" mit all seinen acht Mitgliedern bei der Bootstaufe des ersten "Fischerschiffleins" durch den Pfarrer Egon Pfeifer, der Bootspapatin Hannelore Seyrling und dem Präsidenten Michael Prachensky.
                                                Besonders Franz Kneisl setzt sich durch seine politische Funktion als derzeitige Vizebürgermeister für die Renaturierungen unserer Gewässer ein.

                                                  Weiterführung zur Krebspopulation im Wildsee-Seebach *
                                                  Weiterführung zum Ablaß-See beim Seekirchl *
                                                  Weiterführung zum Lampretenbach (Drahnbach)-Richtung Scharnitz *


                                                  zurück