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Kaiser Maximilian - Ablaßsee auf dem Seefeld - Seekirchl - Raabach- Möserertal -Ursprung

Der Ablaßsee wurde im 15 Jhd. von Erzherzog Siegesmund errichtet und in der Folge von Kaiser Maximilian betrieben.

Der Ablaß See war wesentlich Größer als der heutige Wildsee. Es wurde im Bereich des heutigen Sportzentrums (SKZ) ein Damm errichtet, der den See aufstaute, sodaß das Seekirchl von Wasser umgeben war.

    Hier sieht man deutlich die Größenverhältnisse zwischen dem-Ablass See beim und Seekirchl- und dem Lampretensee (Wildsee). Der Hagelbach vom Bereich der Roßhütte wurde in den Lampretensee umgeleitet.

      Aus dem Jagd- und Fischereibuch von Kaiser Maximlian:
      "Derselbe Ablass See liegt hinter der Kirche in Seefeld und hat Hechte, Karpfen und Brachsen- diese Fische sind wohlschmeckend und gut in diesem See für den Gebrauch eines Landesfürsten dortselbst des Weges zieht, so kann er sich mit dem Ablassen des Sees vergnügen. Dort kann er mit den Seggen nicht fischen. Diese Fische kann man dem Landesfürsten nach Zirl oder Innsbruck bringengen"

        Das Seekirchl wurde vom Barockbaumeister Gumpp im Jahr 1628 errichtet und ist heute das Wahrzeichen von Seefeld. Der Teich wurde alle drei Jahre ausgelassen und die Fische mittels Holzfässern und Karren in die Hofburg nach Innsbruck zu den "höfischen" Festen gekarrt.

          Die Wallfahrt des Hostienwunders in der Pfarrkirche ging zurück- es wurde eine neue Legende am "Kreuzsee" aufgebracht, das im Seekirchl als Fresko 1628 festgehalten wurde. Wallfahrten war immer ein Geschäft.

            Die ursprüngliche Größe des Ablass-Sees kann sehr genau rekonstruiert werden. Die Höhe des Dammes ist bekannt- der Wasserspiegel liegt entlang der Höhenschichten in das Möserertal hinein.

              Der Ablaßsee wurde 1830 (1818?)zugunsten der Landwirtschaft wieder ausgelassen. Das Kloster wurde verkauft- die Fischzucht augelassen- die Brauerei weiterbetrieben. Es wurde "Hopfen" für die Brauerei benötigt, der jedoch nicht richtig anwuchs.

              Der Erddamm des Sees ist zum Teil im Bereich des heutigen SKZ und des Hotel Wettersteins noch erhalten. Beim Bau es SKZ wurden die alten Holzpfähle zum Teil herausgezogen.

                Links im Bild das alte Haus Schöpf- hier wohnte seinerzeit der Fischmeister des Sees. Das Hotel Wetterstein um die Jahrhundertwende war noch nicht errichtet.
                Es gab seit 1931 immer wieder Bestrebungen den Seekirchlsee wieder zu Errichten- die historischen Gegebenheiten und das Baudenkmal "Seekirchl" spricht dafür.

                  Im "Bauleitplan" 1931 wurde der Seekirchlsee erstmals wieder eingetragen.

                    In den Kriegsjahren wurde im "Wirtschaftsplan" 1941 der Seekirchlsee wieder eingetragen.

                      Im Bebauungsplan von Architekt Hubert Prachensky 1959 wurde der Seekirchlsee wieder herausgenommen.

                        Flächenwidmungsplan 1999 von Architekt Michael Prachensky- es wurden im Bereich des Seekirchl die seinerzeitigen Überlegungen, bezüglich des Seekirchlsees wieder eingebracht, das vom seiner zeitigen Gemeinderat voll unterstützt wurde. Die Tischlerei Tauber wurde ebenfalls für eine Umwidmung in Tourismus vorgeschlagen. Es könnte hier etwas "Besonderes" entstehen.

                          Das Hochwasser im Mai 1999 zeigte, wie der Seekirchlsee aussehen könnte. Der Wasserspiegel reichte fast bis zu den Fundamenten des Seekirchls.

                            Ein Retentionsbecken wurde im Möserertal, damit diese Überschwemmungen im Bereich des Seekirchls und der nachfolgende, verbauten Otsgebiet von dieser Seite nicht mehr vorkommen.

                              Tempera von Michael Prachensky- der Seekirchlsee als Landschaftsteich in der Arena. (Im Besitz von Herrn Siggi Öfner)

                                Vorschlag der Gestaltung der Seekirchlarena seitens Architekt Michael Prachensky- das Seekirchl erhält seinen Namen Seekirchlzurück. Es wurde viel unternommen diese Idee umzusetzen.
                                Mit dem Verkauf der Immobilie "Hotel Wetterstein" wurden die Zukunftspläne "Kongress-Olympiazentrum" begraben. Die Überlegungen gehen derzeit in den Langlauf- die Pistenpräparierung bis zum Wetterstein sind kurzfristig. Durch die Klimaerwärmung lässt sich die Seekirchlarena nicht mehr natürlich erhalten. Kunstschnee entlang den Loipen ist auf Dauer unfinanzierbar. Die Vorbereitungen einer längeren Sommersaison rücken immer näher. Der Seekirchlsee wird kommen. Eine "schwimmende Kunsteisbahn" könnte den Eislauf vor der Sonnenterasse des Wettersteins äußerst attraktiv sein.

                                  Das ist vorläufig der Letztstand der offiziellen Planung- der Raabach wird renaturiert- es wird den Langlaufloipen der Vorrang gegeben- wie lange noch? Das ist keine nachhaltige Lösung, was in den nächsten Jahren auf den Sommer- bzw. Wintertourismusort zukommt. Seefeld liegt im Problembereich der 1200 m Schneegrenze- durch die Klimaerwärmung müssen sich ähnliche Tourismusorte in den Alpen unter 1600 m auf "grüne Weihnachten" rechtzeitig vorbereiten. Als Voraussetzung könnten mit Einschlagen von Micropiloten die Seefläche zum Wetterstein eingegrenzt werden.
                                  (siehe gelbe Punkte)

                                    Der zukünftige Seekirchlsee umschließt noch das Seekirchl. Wesentlich ist, daß der Schandfleck des Schneider Parkpatzes wegkommt und die "Seekircharena" unverbaut bleit. Ein "öffentliches unverbautes Juwel in diesem Landschaftspark"

                                      Ursprünglich waren die Ufer der Wiesenbäche Richtung Mösertal (Raabach) seitens der Bauern gepflegt- heute liegen die Bretter verwahrlost herum. Keiner kümmert sich mehr darum.

                                        Ein Kompromiss wäre ein selbst regulierbares Bachbett mit Einbringen von Steinfindlingen.

                                            Ein weiteres Problem ist, dass der Raabach seitens des Grundbesitzers Kirchmair für sein Biotop ausgeleitet wird und das nachfolgende Bachbett nicht mehr die gewünschte Wassermenge führt.

                                              Ein vernünftiger Vorschlag wäre, das Bachbett gezielt durch das Biotop zu führen, um möglichst wenig Versickerung und Verdunstung zu erreichen. Die BH Innsbruck ist seit einigen Jahren bereits gefordert. Der Raabach ist öffentliches Gut und drf nicht beeinträchtigt werden....

                                                November 2011- Wie die Natur sich selbst reguliert. Der Raabach hat sich durch den Kirchmayr-Grund selbst ein neues, ntürliches Bachbett erarbeitet.

                                                  Im folgenden wurden nach dem Teich mehrere Steinstufen-Wehre gebaut, die die Verdunstungsflächen noch weiter fördern. Diesegehören entfert, damit sich der neue Bach seinen direkten Weg weiter findet. Besonders im Herbst dieses Jahres 2011 sind die kleinen Bäche vom austrocknen Betroffen. Das öffentliches Gut des Raabaches darf nicht für private Zwecke genutzt und abgeleitet werden. Die Nachwelt wird es uns danken.....Obmann des Fischereivereins Kaiser Maximilian Seefeld (10. November 2011)


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