Kaiser Maximilian und die Loba - heutige Sanierung
Kaiser Maximilian hat für sein Fischwasser in Seefeld für die Lambrettenzucht, den Hagelbach der aus dem Hermannstal rinnt, in die Loba umgeleitet, wo er versickerte und unterirdisch den Wildssee speiste.
Die Lamprete war ein besonderer Speisefisch. besonnders wurde er als "Lampretenzopf" für den Huchenfang am Inn verwendet.

Die Loba wirkte wie ein Filter - es kamen keine Sedimente in den Wildsee. Im Bild der katasterplan von kaiserin Thersie 1856- hier sieht man deutlich noch die die Größenordnung der "alten" Loba.
Mit dem Bau der Karwendelbahn wurde ein Durchstich des Hagelbaches und ein Bachlauf direkt in den Wildsee ausgebaut. Mit dieser Maßnahme veschlammt der Wildsse zunehmend.
Es waren menschliche Eingriffe, die dieses Problem verursachen. Mit dem Konzept der Sanierung der Loba wird eine wichtig Maßnahme gesetzt werden. Ein Renaturierungsvorschlag zu einem natürlichen Landschaftspark.

Der Hagelbach floß früher direkt über das Hermannstal in den Seebach. Mit der Umleitung über ein Gerinne wurde die Loba dann ausreichend mit Bachwasser versorgt, der unterirdisch den Wildsee mit Wasser dann versorgte.

Das gemauerte Gerinne vom Schotterrechen "Hagelbach" im Hermannstal nach wie vor die Sedimente und den Kleinschotter bis in die Loba schwemmt. Die feinteiligen Sedimente benötigen den noch den Ausbau der Filter Loba 2 und 3, damit möglichst wenig in den Wildsee kommt. Bei starkem Regen und Gewitter ist es ein Überschwemmung des gemauerten Hagelbches kaum aufhaltbar- zusätzlich verschlammen die Sedimentbecken- es fließen noch viele Sedimente in den Wildsee. Ältere Seefelder Bewohner können sich noch Erinnern: Dieses Quergerinne war einmal mit Holz beschlagen, das in mehreren Bauabschnitten in den 50er Jahren als Mauer erhöht wurde.

Projekt des "Krinzer-Sees" Projektes mit der Umleitung eines natürlichen Gerinnes. Es handelt sich hier um ein Retetionsbecken, ein sogenannter Hochwasserschutz für das bestehende zu kleine Gerinne, das in die Loba rinnt.

In der natürlichen Mulde entsteht der Krinzer-See mit einem natürlichen Zulauf durch das Krinzer Bachl und dem Hagelbach. nach der Topographie dürfte früher hier einmal ein See gewesen sein....

Mit diversen menschlichen Eingriffen wurde die Loba verändert- das Außmaß der ökologischen Veränderung war unübersehbar- es muß korrigiert werden- die Sanierung der Loba 2 und 3 ist der nächste Ansatz.
Die Ursache war die Einleitung des Hagelbaches in die Loba um ca. 1500 durch Kaiser Maximilian
1912- Bau der Mittenwaldbahn mit einem Dammeinschnitt durch die Loba.
Weiters die Sanierung der Landesstraße durch das bestehende Moor- der neue Damm hatte eine Tiefe von ca. 20 m Tiefe. Mit dem Bau der Umfahrungsstraße Seefeld und Verkleinerung der großen Loba. Dadurch wurde der natürliche Filter des Moores laufend eingeschränkt und die Kalksedimente konnten direkt in den Wildsee gelangen, der nun zunehmend verschlammt- Eine Maßnahme, die nicht natürlich, sondern durch Menschenhand verursacht wurde.

Erster Entwurf der Loba- Diskussionsgrundlage 1999.
Loba 1 und Loba 2 Loba 3.
Michael Prachensky

Besichtigung der Loba durch den Bürgermeister Werner Frießer und dem Gemeinderat von Seefeld - 2005 (Foto Michael Prachensky)

Die Baustelle der "neuen" Loba Sommer 2006

Holzpfähle, Wurzelstöcke und Steine bilden einen ökologischen Untergund für die neue Loba.

Ein großer Tag für Seefeld - WASSER MARSCH - Gemeinderat Sepp Kneissl - alle freuen sich. Aber erst wenn der Teich voll ist wird richtig gefeiert. Wenn das unser "Kaiser Max" sehen würde !

WASSER VOLL - 5 September 14 Uhr 2006
Ein neuer See ist entstanden

Die von Mag. Traute Scheiber geplante ökologischen Maßnahmen greifen - die Uferverbauung mit den stehenden Holzpiloten und den Weidengeflechten bringen die erforderlichen Renaturierungen.

Der Rest der "ursprünglichen Loba"

Die Loba II mit Blick zur Hohen Munde. Die Loba 2 verschlammt zunehmend. Auch hier wird an eine Absaugung der Sedimente angedacht. ein ideales Laichgebiet der Hechte aus dem Wildsee. Der Bau der Eisenbahntrasse und der Umfahrungsstraße schränkten den natürlichen Filter zum Wildsee beträchtlich ein.

Die sensiblen Uferbereiche sind ideale Laichgebiete für die Wildseefische

Das bestehende Seggen Feld sollte leicht gestaut werden. Dies wäre ein weiterer bedeutender Filter zum Wildsee. Am Rande dieses Seggenfeldes befindet sich die alte Mülldeponie von Seefeld- eine politische Zeitbombe im Grundwasserbereich. Hier wurde alles unkontrolliert hineingeworfen. Von hier rinnt der Bach über das Reither Moor in den Wildsee. Ein durchgehender, ökologischer Verbund wird dadurch gewährleistet.
Michael Prachensky - Obmann des Fischereivereins Kaiser Maximilian - Seefeld

Das Seggenfeld sollte noch mehr geflutet werden, damit es nicht komplett zuwächst.

Die ersten Versuche zeigten, dass ein ökologischer Durchströmungsdamm mit verschiedenen Stauhöhen funktioniert. Auf Grund dieser Erkenntnisse wurde der Gibraltar-Durchströmungsdamm konzipiert. Es funktioniert.
Der Durchströmungsdamm in Gibraltar * Der Durchströmungsdamm am Roten Meer *

Der alte Moorweg wurde mitten durch das Moor geführt - der Weg wurde mit Kalksplitt ausgekoffert.

Ein jahrelanger Wunsch wurde erfüllt - der Kalkschotter wurde entfernt - der Moorweg außen herum als Holzsteg geführt - das Moor heilt diese Wunde ....

Im Reither Moor befinden sich noch einige Bombentrichter aus dem 2. Weltkrieg. Diese entstanden durch die Bobardierung der Gleisanlagen der Karwendelbahn. Heute sind es hochwertige Biotope geworden.

Ende des Zweitebn Weltkrieges enstanden durch abgeworfene Fliegerbomben auf die naheliegende Bahntrasse - Wasserkrater - die alle eingewachsen sind.
Das Reither Moor - wurde im Tiroler Naturkataster mit Nr. 1 geführt.

Über dem Zufluß von der Loba in das Reither Moor wurde dieser Tümpel eingeplant- ein durchgehendes Gerinne bs zum See wurde erarbeitet- die Betonrohre entfernt.

Der Weg durch das Moor wurde außen herum gelegt - der Wunsch besteht nach wie vor - dies wieder rück zu Bauen und einen Holzsteg mit Aussichtsstichstegen in und um das Moor das Reither-Moor zu führen.
Ich weiß nicht, wie das entstanden ist- etwas mehr Sensibilität wäre angebracht.
Weiterführung zum Wildsee (Lampretensee) *
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