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Atelier für Innovation,
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email: michael@prachensky.com

07.07.2006 - 21:30 Uhr

Aufschrei - schmeißt sie hinaus - aus Tirol - die Kulturvernichter

Bauen in den Alpen:
Wir wissen, was der Gast will sagen die Wirte, die Tischler, die Einrichter und Dekorateure - wir sind Kultur.
Es ist unglaublich was in Tirol passiert ist -
wir Architekten haben auch versagt.
Ich lobe die Architekten der Vorkriegszeit, wie Welzenbacher, Fessler, Mazagg, Prachensky, Stiegler, Holzmeister und Baumann.

Hier war ein innovativer Ansatz "alpinen Bauens"

1.7.06 Presseaussendung

Wir wissen was der Gast will- und die Wirte, die Tischler und die Baumeister glauben es auch noch- nur die Jugend interessiert es nicht mehr- es ist nicht mehr "avoge" in diese vegoldeten "Rumpelkammern" zu buchen- Flandauer, Reisler&Rimmel, Gau-design, Wohn-culture, Bergstaller, Kraneritter haben es u.a. geschafft Tirol kulturell zu vernichten.

Begonnen hats mit der Abbruchphilosophie alter, wunderschöner Bauernhöfe durch diverse hohe Landesbeamten von ... Kulturvernichter.

    Die Architektur der Moderne hat es nach dem Krieg nicht geschafft außerordentliche Leistungen im Alpenraum zu vollbringen- große Hoffnungen wurde in die Universität Innsbruck - Architektur "Alpines Bauen" gesetzt- auch diese konnten nicht über die Postmoderne und dem Internationalismus hinwegkommen.

    Es wird sich eine neue regionale Form der Moderne entwickeln - diese wird wesentlich von den Materialien der Landschaften geprägt. Die alternativen Energien, die passiven Wohnanlagen, die klimatischen Voraussetzungen, strahlungsfreie gesunde Materialien werden die zukünftigen Formen dieser Region prägen.

    Es ist jedoch mit wesentlich mehr Planungsaufwand verbunden. Der Respekt vom Alten, der Respekt von Neuem wird durch definierte Fugen vorgegeben werden.
    Die Baumeisterhütten, die Macherhütten der Dekorteure sind nur mehr Auslaufmodelle - dazu haben wir einen "kulturellen Auftrag".
    Die Bauherren werden plötzlich feststellen, daß Ihre Investitionen ansonsten für den Mülleimer geplant wurden.

      Es wird immer schlimmer - Glockenturm aus dem Unterinntal, Kreuzgiebel von irgendwo, Sichtbetonsäulen und Reklamewand gestockt vom Zementwerk, Blechschindeldach aus Deutschland, etc. "Kunst kommt nun mal vom Können"

          Die Jugend interessiert das "Jodelbild" falsch verstandener Tradition überhaupt nicht mehr - Alternative Energien, Solar, Satellitenschüsseln, Laptop- Homeworking werden zur Religion erhoben. Die Tiroler Bauordnung hat einen Freibrief ausgestellt- junge, agressive Architekten planen nur mehr flache Dächer. Das versöhnliche Dorfbild wurde per Gesetz in der Tiroler Bauordnung (TBO) aufgehoben.

          Ich kann mir auch Hochäuser in Kerngebieten von Dörfern und Städten vorstellen, wenn die TBO und die TROG eingehalten wird - warum nicht. Es gibt hervorragende Vorbilder - es gibt entsetzliche Mißgeburten.

            Neben der Aufbruchstimmung der 30 er Jahre gibt es zaghafte, positive Einzelerscheinungen, aber erst in den letzten Jahren- ich setze große Hoffnungen auf die jungen Architekten - schmeißt das Gerümpel und die Kulturvernichter hinaus. Fangt von vorne an- "Neues Bauen in den Alpen" mp

              Hotel am Kalterer See von Architekt Barth.

              Und immer, und immer, wenn ich etwas positives Sehe, wird es auf die Hompage hineingestellt.


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