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Atelier für Innovation,
Architektur und Kunst
Panoramaweg 560
A-6100 Seefeld
Handy: +43 664 30 84 512
Skype: prachensky-tel
web: www.prachensky.com
email: michael@prachensky.com |
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26.10.2006 - 19:38 Uhr
Zum Österreichischen Nationalfeiertag 2009 - wie sieht Tirol in 20 Jahren aus ? .
Tirol wird sich verändern - in Lehre- Forschung-Gesundheit- Mobilität- Technik- Politik- Religion- Innovation, Kunst und Architektur etc. etc.
"Seiner Zeit voraus" - Visionär Michael Prachensky - Zukunft und Trendforschung- ein kleiner Ausschnitt- Atelier für Architektur Innovation und Kunst.

Meine persönliche Meinungen dazu - die ich laufend weiter vertiefen möchte:
In 20 Jahren wird sich in Tirol sehr viel verändern - denken ich an mein "kurzes" Leben zurück (1944*)- denke ich an das Leben meines Vaters (1916*) und Großvaters (1888*) zurück - welche technischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen bereits passiert sind.
- Gedanken sind frei - es gibt keine Grenzen mehr - durch das Internet wird eine weltweite Vernetzung von Wissen und Lernen verknüpft - es wird sich eine neue, weltweite Ethik entwickeln.
- Die Fortschreibung der Friedenspolitik in Europa ist unser Thema.
- Integration mit anderen Religionen und Völker.
- Der Freie Beruf wird von vielen Institutionen in Frage gestellt - er ist nicht greifbar- nicht kontrolllierbar - nicht fassbar - Ideen sind frei - sie sind doch die Besten - diese gehören poltisch unterstützt. (Rechtsanwälte, Ärzte, Architekten, Künstler- Maler, Bildhauer, Schriftsteller und Freidenker etc.)
- Die Untenehmer, die Gewerbetreibenden sind neben der Großindustrie die Triebfeder der Wirtschaft in dieser kleiteiligen Tiroler Landschaft. Die Globalisierung, die EU weiten Ausschreibungen, die anonymen Gesellschaftsformen sind für die Kleinbetriebe zu überdenken. Eventuell sind koordinierte Zusammenlegungen von Kleinbetrieben zu einem Netzwerk für gemeinsame Produkte, die neuen Ansätze. (Clusterbildung) Ich kann einige positive Entwicklungen aufzählen.
- Es wird in Tirol in Zukunft keine Landesregierung mehr geben - die Dörfer, Bezirke und Städte werden politisch stärker in eine europäische Großregion eingebunden. Österreich ist zu klein, dass es sich "neun" Landesregierungen und "neun" Bauordnungen etc. sich leisten kann - ebenso gehört die Bundespolitik mit Ihrem Apparat in diesem Kleinstaat Österreich hinterfragt. Es werden sich eigenständige grenzüberschrietende, überschaubare Regionen in unserem Europa entwickeln.
- Es wird in Zukunft nur mehr einen EU - Pass geben, die einzelnen Nationalstaaten gibt es in einem vereinten Europa nicht mehr. Es wird nur mehr der Wohnort der jeweiligen Region angegeben. Damit hören die Diskussionen der historischen Zugehörigkeiten endlich auf. Ich vertrete witerhin meine Zugehörigkeit zu der regionalen Eigenständigkeit.
- Die Demokratisierung wird in Zukunft verfeinert und mit neuen Techniken sofort und täglich abgefragt werden können.
- Die gewachsenen Strukturen der Regionen innerhalb Europas sind zu berücksichtigen- der Internationalisierung der Gleichmacherei ist entgegen zu wirken.
- Tirol hat die Chance im Spannungsfeld zwischen dem kulturellen Norden und Süden zu liegen - das enorme Auswirkungen auf die gesamten Region Tirol hat. Die Nationalstaaten werden in einem Europa fallen.
- Es werden neue umweltfreundliche Hochleistungstrassen für den Güterverkehr über den Alpenbogen kommen. Der starke Industrieregion Lombardei drängt vom Contaibnerhafen Genua über die Talpino Trasse Bormio nach Stuttgart und München. Die Eisebahntechnologie mit ihrem Mischverkehr schafft die Leistung, den Technologiesprung nicht mehr. Der Bennerbasistunnel (65 km) wurde und wird in Frage gestellt - es fehlt immer noch der zweite Basistunnel von Franzensfeste bis Bozen. (65 km) um die überholte Flachbahnphilosophie durchzusetzen.
Die Harmonisierungsschiene über die jetzige Brennereisenbahntrasse wird und muß raschestens ausgebaut werden. Die entsprechenden Schallschutzmaßnahmen begleiten diese Gesamtmaßnahme.
- Die Regionalbahn für den Pendlerverkehr auf den bestehenden Tiroler Eisenbahnschienen wird im grenzüberschreitend im Stundentakt ausgebaut. Die neuen Brick- Auto und Busse werden die bestehednen Verkehrssysteme ablösen.
- Wesentlich am Tiroler Verkehrsverbund ist, daß ich möglichst schnell von den hintersten Tälern bequem zum Arbeitsplatz geführt werden - hier ist Nachholbedarf gegeben. (Brick - Bus)
- Das Crashszenario - nicht geht mehr auf den jetzigen Trassen der Brennereisenbahn und Brennerautobahn sind mit dem Jahr 2025 prognostiziert. Die dritte CO2 freie Autobahnspur (Brick Spur für Busse und LKW) wird bis dorthin fertiggestellt sein.
- Die Alpen werden eine eigen Architektur (Kulturlandschaft) prägen -es wird mehr auf die Klima- und Energien eingegangen - der Trend zur Internationalisierung der Gestaltung ist nicht die Lösung. Dies gilt ebenso für alle anderen Kunstrichtungen.
- Dennoch wird die Globalisierung in Wirtschaftsbereichen nicht aufzuhalten sein - für den Warenverkehr wird es neue, umweltfreundliche Transportsysteme geben bzw. neue umweltfreundliche Hochleistungstrassen für Güter werden in Europa zugelassen werden müssen.
- Die Verdichtung der Bauflächen muß verstärkt fortgeführt werden. Es gibt neben der EU Niederlassungsfreiheit auch die Grundstücksfreiheit - Bauland und Freiland kann jeder kaufen - diese müssen jedoch bewirtschaftet und bebaut werden. Die Flächenwidmungs- und Bebauungspläne sind öffentliche Instrumente, wie mit diesem wertvollem Gut umzugehen ist. Spekulationen in der Grundstückspreispolitik darf es nicht mehr geben. Dazu sind die Überlegungen statt Freiland - angrenzende Waldflächen in Bauland umzuwidmen eine mögliche, sinnvolle Variante. Das gewidmete "Bauland horten" sollte zeitlich bergänzt werden. Die Raumordnung ist aufgefordert Industrieansiedelungen und Gewerbeparks zusammenzulegen - es muß nicht jeder Kirchturm alles Haben und Besitzen. Die direkten Anbindungen an die Autobahn und Eisenbahn hat den Vorrang. Der finanzielle Ausgleich zwischen den Gemeinden und Städten muß jedoch gewährleistet sein - hier müssen sofort neue gesetzliche Vorgaben umgesetzt werden.
- Es muß nicht jede Gemeinde ihre eigene Feuerwehrhalle, eigenen Sportplatz, eigenen Schießstand, eigenem Musikprobesaal, eigenem Musikpavillon, eigene Kläranlage etc, haben. Das Kirchturmdenken kostet zu viel. Lieber wenige, aber dafür hochquilifizierte Bauten in architektonischer und funktioneller Ausführung.
- Es wird ein EU Privatheer kommen - spezielle Landschaften prägen diese Ausbildung - in den Alpen wird verstärkt die Hubschrauber-entwicklung, die hochalpine Ausbildung und deren Rettungseinsätze - wie Hochwasser, Lawinen, Klettern kommen - der international EU Einsatz soll für diese Spezialausbildung genutzt werden. Die Flugabwehr wird sich irgendwo in der Mitte der EU plazieren und von allen Mitgliedstaaten finanziert werden.
- Das industrielle Arbeiten wird sich in den verstädterten Alpenvorländern verstärken - der Erholung der Alpen wird zunehmen. Mit neuen umweltfreundlichen Personentransportsystemen werden die Entfernungen zu wenigen Fahrstunden in Europa zusammenschrumpfen- die Alpen werden der "Erholungstraum" Europas. Die Mittelmeerdestinationen werden im Sommer zu heiß -"Sommerfrische" könnte in den Alpen ein zunehmendes Thema werden. Nochmals der Tiroler Blick von oben auf die Zersiedlungder Täler ist zu hinterfragen.
- Gewachsene Kulturen und Strukturen sind das Fundament der touristischen Besuchermagneten und Themenparks. Für mich sind Wald Disney in einer eurpäischen Kulturlandschaaft kein Thema. Es soll immer auf Resourcen (geschichtlich, kulturell, geografisch) aufgebaut werden.
- Die Energielösung muss neu überdacht werden - die Kernverschmelzung wird in den nächsten 30 - 50 Jahren umgesetzt sein - die Wasserkraft- die offenen Speicherbecken in den Alpen werden nicht die Lösung sein. Die Nanotechjnologie der Stromerzeugung- und Speicherung wird das Thema der nächsten Jahrzehnte. Vielleicht können wir uns unterirdische Kavernenkraftwerke bzw. unterirdische Trinkwasserresovires leisten.
-Die Hochspannungsleitungen im Alpenraum werden durch neue Techniken (Dezentrale Stromversorgung) ersetzt. Der Alpenraum wird mit neuen optisch, nicht sichtbaren Gleichstromtechniken versorgt.
- Die Erwärmung wird auch den Alpenraum betreffen. Es werden in Zukunft die Tourismushochburgen unter 1600 m Höhe "grüne" Weihnachten erleben. Es muss Alternativen der Erholung und Gesundheit geben. Dies muss sofort angedacht und vorbereitet werden. Die Erschließung der Gletscherregionen wird bereits heute in Frage gestellt. Einen Rückbau werden sich die Betroffenen überlegen müssen - was passiert "danach".
- Der Einstellung zum Naturschutz und die geordnete Bebaubarkeit in den Alpen werden verstärkt zunehmen. Das Verbotsbewußtsein wird in eine Bewußtseinskultur in unserer Landschaft in die "Köpfe" eindringen.
- Die Vision von den Alpenparks wird umgesetzt. Das Alpenpark Karwendel Konzept von Prachensky u.a. im Herzen des Alpenparks, in der Eng, im berühmten Ahornboden den PKW- und Busverkehr gänzlich herauszunehmen muß und wird schon in den nächsten Jahren gelingen. 2008 wurde bereits das Konzept Alpenpark Karwendel mit seinen grenzüberschreitenden Umlandgemeinden gegründet.
- Die Auseinandersetzung zwischen Naturlandschaft, Kulturlandschaft, Industrie und Baulandschaft wird fortgeschrieben - die Auseinandersetzung von Globalisierung und Regionalisierung wird ebenso zunehmen - behalten wir doch unsere Eigenständigkeit - das ist der mühsamere, bessere, aber der schwierigere und qualitätvollere Weg.
- Unsere Region ist unser unmittelbarer Lebensraum. Es ist Nordtirol, Südtirol mit Trentino, das Engadin, Südbayern, Vorarlberg und Salzburg.
- Neue Techniken lassen Bildung, Unterhaltung, Kunst und Arbeit auch in den ausgelegensten Orten und hintersten Täler und Almen zu. Eine Generation der "Denker" wird sich heranbilden. Die Umsetzung ist nicht mehr Standortbezogen und kann dadurch weltweit geschehen. Ein Silikon Valley der Alpen - u.A. die NANO Region der Alpen - Arbeiten in heiler Landschaft - vollautomatische Herstellungsindustrien brauchen nicht mehr nach Billiglohnländer ausweichen.
- Mehr Forschung, mehr Bildung, mehrere Berufe, flexible und weniger Arbeitsstunden, längeres Leben wird es geben. Ebenso werden die Dienstleistungsberufe zunehmen - die Automaten nicht erfüllen können - mit Menschen individuell und persönlich umgehen.
Diese Liste wird laufend jährlich zum "Nationalfeiertag" ergänzt, korrigiert, verändert und präzisiert. Eigentlich geht es uns sehr gut - oft erwarte ich rasche positive Veränderungen - sie greifen mir nicht schnell genug - mir geht alles zu langsam.
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