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25.10.2006 - 10:43 Uhr
Beitrag Wettbewerb Fußgängerzone Innsbruck
(Architekt DI Michael Prachensky, Mag. Arch. Andreas Prachensky, Karin Albinger)
Die Fußgängerzone wurde von der Triumphpforte bis zum Burggraben- Marktgraben bearbeitet. Nur in diesem Gesamtkonzept läßt sich die Verkehrslösung und die Bespielparkeit der Fußgängerzone beurteilen.

Die Straßenbahn wurde von der Anichstraße in die Meranerstraße zum Bahnhof geführt und über die Maximilianstraße zurückgegeführt. Das heißt, daß die Straßenbahnen bis auf den Bereich Annichstraße - Meranerstraße herausgenommen wurden. Dadurch wird die Fußgängerzone gedrittelt - einmal die Herzog Friedrich Straße (Altstadt), einmal die untere und einmal die obere Maria Theresien Straße. Dadurch hat sie vernünftige Längen erhalten, ist attraktiv und für die verschiedensten Veranstaltungen bespielbar. 
Das Gesamtkonzept der Fußgängerzone - die Prachtstraße - die Maria Theresien Straße. Diese gehört von der Altstadt bis zur Triumphfpforte bearbeitet. Es ist falsch nur einen Teilabschnitt zu Beurteilen. 
Die gesamte Maria Theresienstraße ist ein "Prachtstraße" - kulturell eher zu den südliche Städten ab Strezing orientiert - hier haben Baumalleen nichts verloren. Der Fußboden ist in größeren massiven Natursteinplatten, einheitliche verlegt -nur die Fugen geben den kleingliedrigen Maßstab des Straßenlaufes wieder. (Kein Stöckelpflaster) Die Passagen und Durchhäuser mit den Hinterhöfen werden in diese Gestaltung integriert. Dadurch ergibt sich eine wesentlich größere Kaufkraftgröße mit den zusätzlichen Flächen des Erdgeschoßes. 
Der Blick von der Maria Theresien Straße hat frei von jeglichen Oberleitungen, Hängelampen und Beleuchtungsmasten zu sein. Die einmaligkeit ist der Straßenraum mit dem Blick auf die Nordkette.
Die Annasäule darf ebenso kreine Konkurrenz durch Beleuchtungsmasten erhalten, deswegen wurde nur eine Wandbeleuchtung vorgeschlagen.
Für eine Bespielbarkeit des Straßemraumes muß zu gewissen Veranstaltungen der gesamte Straßenraum ausgeräumt werden - das heißt keine B runnentöpfe, keine Beleuchtungsmasten, keine Fahrradständer etc. 
An den Enden der Fußgängerzone Triumphpforte und Burg- Marktgraben bzw. nördlich und südlich der Annasäule werden diese Brunnensysteme installiert, die je nach Bedarf ein und ausgeschalter werden können. Dadurch ergibt sich ein geschloßener Straßenraum ohne Wassermulden bzw. Wasserbecken (Brunnen). Die gesamte Maria Theresien Straße ist dadurch "bespielbar" keine Lichtmasten in der Straße, keine Wasserbecken in der Straße, keine Baumpflanzungen in der Straße -die Straße kann für sämtliche Veranstaltungen über die gesamte Fläche genutzt werden - Umzüge, Märsche, Kapellen, Schützen, Volksfeste, Märkte, Musikfestivals - und keine "Masten" sind im Wege. 
Auf der Maria Theresienstraße sind flexible Blumentröge geplant, die je nach Bespielbarkeit der Maria Theresien Straße verstellt bzw. entfernt werden können. In unserem Kulturkeis sind wir nach Süden orientiert. Fix beflanzte Baumalleen in der Maria Theresienstraße darf es nicht geben. 
Im Sommer flexible Pflanzentröge - im Winter Weihnachtsbeleuchtung mit Glasstäben. Beide Systeme werden von unten aus dem Trog noch oben beleuchtet. Die Elektroanschlüsse erfolgen an bestimmten Punkten über wassergeschützte Bodendosen. 
Ein unterirdischer Austellungs-, Disskussions-, und Mehrzweckraum der Bürger unter der Annasäule-ein "Bürgerveranstaltungsraum" - und nicht der Banken und Kaufhäuser sollte sich der Innsbrucker wohl selber leisten, um nicht zu sehr in diese Abhängigkeiten zu gelangen. 
Schnittdarstellung - Rathaus Innsbruck - Maria Theresienstraße - Kaufhaus Tyrol. Es wurde eine Fußgängerverbindung über einen Austellungsraum vorgeschlagen. Europäische Städte, wie Wien, München, Frankfurt, Berlin, Bozen etc. können solche Überlegungen bereit vorweisen.
Innsbruck hätte eine enorme Chance unter der Prachtstraße der Maria Theresienstraße diese Ideen zu verwirklichen. Es nützen keine innerstädtische Einkaufszentren etwas, wenn nicht dementsprechende Parkplätze in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. 
Keine Oberleitungen der Straßenbahn, keine Laternenmasten stören den Blick nach "oben" auf die Berge und auf die Annasäule. Das Beleuchtungskonzept besteht aus der "Innsbrucker Rinne" die mittig entlang der Fußgängerzone durchgeführt wird. Diese dient ebenso für die Ableitung des Oberflächenwassers. Primär besteht die Beleuchtung aus den Schaufensterfronten und aus den "Bühnenfenster" der Obergeschoße, die diese "Lebendigkeit" der Prachtstraße ausstrahlt.
Die Fassaden selbst werden mit Streiflicht individuell beleuchtet.
"Die ganze Stadt ist Bühne" - ein flexibles Konzept, das niemenden stört.
Die Dominanz eines Kaufhauses Tyrols darf nicht im Mittelpunkt stehen - diese hat sich im Straßenbild ebenso unterzuordnen - oder sind wir schon verkauft ? 
Detail der Innsbrucker Rinne - diese zieht sich entlang der gesamten Fußgängerzone durch - im Bereich der FUZO Enden Triumpfhpforte -Burg-und Marktgraben und südlich und nördlich der Annasäule sind die bodenbündige Springbrunnen eingebaut, die je nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden können. Dadurch benötigt man keine Wasserbecken, die bei vielen Veranstaltungen störend und platzraubend sind. 
Die ganze Stadt ist Bühen - es gibt relativ viele Häuser in der Maria Thereisen Straße, die große Fenster im ersten Obergeschoß haben. Ich könnte mit vorstellen, daß diese weiter als Cafe und Restaurant besser genutzt werden - bzw. als "Bühne" in den Straßenraum wirken. Ansonsten sind die Bühnen im Straßenbereich flexible LKW Bühnen, die sofort auf- und abgebaut werden. Die notwendigen Anschlüsse sind an bestimmten bereichen vorgesehen (Strom etc) 
Die Ostseite der Maria Theresien Straße hatte ein geschglossen Markise - Regen und Sonnenschutz - diese Idee wurde aufgegriffen und wieder zugelassen. Im Servitenklosterbereich ergeben sich Lauben als Regenschutz. 
Fahrräder haben in der Fußgängrerzone Innsbrucks nichts verloren. Es gibt anerkannte Beispiele, wie Wien, München,Verona etc. die wesentlich längere Verkehrsfreie FUZO haben und keine Räder sichtbar sind. Es gibt Möglichkeiten spezielle Räume in den Passagen,Hinterhöfen, in Tiefgaragen Fahrradabstellmöglichkeiten bzw. Fahrradspeicher vorzusehen. 
Im Prinzip besteht die Maria Theresienstraße aus Wand - Lochfassaden (Beispiel Prof. Barth- Kalterer Seehotel). Die Fassaden bestehen meistens aus Putz - kein protziger Stein. 
Das Erdgeschoß ist durch die Geschäfte durchgehend erleuchtet - die Obergeschoße werden individuell durch das Innenleben und durch das äußere Streiflicht beleuchtet. Diese Fassade würde bei einer Überarbeitung noch differnzierter in den Öffnungen und in den Materisalien sein. Eigentlich ist es "Feige", die alten Häuser stehen zu lassen - mit viel Detailarbeit läßt sich meiner Meinung eine noch bessere und hochqualifizierte, zeitgemäße Fassade errichten.
Wenn man es genau betrachtet - sind die betroffenen Häuser des Kaufhauses Tyrol keine baukünstlerische Leistung. Wesentlich ist für mich, daß die Straßenraumlinie eingehalten wird. 
Alle drei Fassaden wurden neu konzipiert. Die Oberflächen unterscheiden sich in verschiedenen Farbe und Materialien. Diferrenzierte öffnungen -bvon groß und Klein- vor- bündig- und zurückgesetzt ergeben eine Vielfalt der Fassade 
Fassade Kaufhaus Tyrol - zigmal umgebaut - die großen Fenster des Obergeschoßes wurden von Prof. Lois Welzenbacher eingebaut. Im Detail - kein hohes architektonisches Niveau der Fassade erkennbar. Es gehört ebenso abgerissen. 
Mit zwei Häusern in der maria Theresien Straße mit zeitgemßer Architektur zu spielen ist um vielfaches einfacher - ich habs probiert. 
Nachtbild mit den zwei neuen Fassaden. Dahinter befinden sich die Nutzunge von Büros, Cafes, Veranstaltungsräumen, die die Fenster zu M TH STR auch nutzen können - Kaufhauäuser benötigen ansonsten nur Wandstellflächen ohne Fenster. Das stehen gelassen, linke Haus hat durch seine bestehenden Baukörper gewisse Nutzungen vorgegeben. Es gibt für alle drei Häuser keine "potkimsche Fassaden" und keine "Tore der Macht" mp 
Wir Architekten sollten alles daransetzen, kein potkemsches Dorf zu errichten. Oder sind wir so schlecht und können es nicht - das glaube ich nicht - wir sollten uns dem wertvollen Straßenraum unterordnen und individelle, dem zeigeist entsprechende Fassade entwickeln, die mit der dahinterliegenden Nutzung zusammenpaßt. Eigentlich ghört das gesamte Projekt neu ausgeschrieben - wir sind eigentlich keine Dekorateure - hier stimmt die Aufgabenstellung nicht. Ich möchte auch nichtr einer ausgewählten Fachjury zuarbeiten, wie es den derzeitigen Anschein hat. 
Störend in der Maria Theresien Straße ist der Hotelturm an der Triumphpforte - dieser Fehler gehört korrigiert. Er gehört bis auf die Sichtschneisenlinie "abgebrochen". Ebenso hat die Straßenbahn nichts mehr in der Fußgängerzone bis zur Triumphpforte verloren. Die vorgeschlagene Arbeit ist das einzige Projekt des Wettbewerbs, das die Weiterführung der Straßenbahn durch die Meranerstraße vorgeschlagen hat. Nur so kann die Fußgängerzone in ihrer Gesamtheit funktionieren. 
Mit der Herausnahme der Straßenbahn in der oberen Maria Theresien Straße, hat man erstmals die Möglichkeit der "Bespielbarkeit" diese Bereiches anzudenken. Das Servitenkloster könnte "Lauben" erhalten und damit attraktive Geschäfte anbieten. Der gesamte Platz um die Triuphpforte gehört überarbeitet und bietet sich mit dieser vorgeschlagenen Lösung an. 
Grundsätzlich sind heute Straßenbahnen überholt. Sie Sind starr, laut und Einsteige unfreundlich.
Durch den vorgegebenen Zeitplan sind sie Fahrplan- und nicht Bedarfsorientiert.
Langsames Sterben überholteer Systeme tut weh, nur wer bezahlt diese noch gebauten Verkehrsprojekte ?

Neue Konzepte, wie der "Autotram" oder "Green-Brick-Bus" wird über Induktionsschleifen (Spurführungssystem Slot) ohne Geleise geführt - und hat keine Oberleitungen - individuelles Ausweichen ist durch den Fahrer jederzeit möglich. Die Einsteighöhen für den Fahrgast sind auf ein Minimum reduziert. Green-Brick-Bus, der erste Autotram mit großer Leistung.
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